QR-Codes kommen in Deutschland an.

QR was? Für viele Menschen neu, aber eine witzige und innovative Idee, mehr Informationen zu verbreiten. Voraussetzung: Ein Smartphone und eine Lese-App. Aber von Beginn an, so ist ein QR-Code in Wikipedia definiert:

Der QR-Code (englisch Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist ein zweidimensionaler Code, der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde.

Und so sieht er aus:

Ein QR-Code ist eigentlich nichts anderes, als ein normaler EAN-Code, wie wir ihn tagtäglich auf vielen Produkten aufgedruckt sehen. In einem QR-Code lassen sich Texte von bis zu 4.000 Zeichen codieren, beispielsweise Freitexte, URLs oder E-Mail-Adressen. Aufgedruckt auf eine Anzeige, lassen sich damit weiterführende Informationen an den Kunden übermitteln, zum Beispiel Produktvideos oder weitere Erklärungen zum Produkt. Dem Kunden wird dadurch ein lästiges Eintippen einer URL erspart.

Ich bin gespannt, wo ich demnächst überall einen QR-Code sehe. Wichtig ist aber, nicht zu inflationär damit umzugehen, denn der Verbrauer muss einen Mehrwert erkennen können, denn sonst nutzt er die Codes zukünftig nicht mehr.

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Neue Lösung für das Grillproblem in Trier

2011 hat der Trierer Stadtrat eine neue Grünflächen- und Spielplatzsatzung beschlossen, die unter Anderem ein Grillverbot auf öffentlichen Flächen vorsieht. Ausnahme sollen dabei speziell von der Stadt Trier ausgewiesene Grillflächen sein. Diese sind aber bisher nicht vorhanden.

Jetzt gibt es eine erste Reaktion aus dem Trierer Rathaus, wonach 16 Plätze aktuell in der Diskussion stehen, so jedenfalls die Information des Trierischen Volksfreunds. Jährliche Kosten 70.000 Euro für die Reinigung, 25.000 Euro einmalig für die Einrichtung. Ein stolzes Sümmchen, die dabei nichtmal im Haushalt des Jahres 2012 vorgesehen ist. Es kommt einem jedenfalls der Eindruck , die Kosten könnten absichtlich in die Höhe gerechnet worden sein, um möglichst wenige Grillflächen ausweisen zu weisen, die Stadt Trier ist ja bekanntlich sehr klamm.

Kreative Lösungen sind gefragt

Dennoch gilt es nun, diese Zahlen und Fakten als Diskussionsgrundlage zu nutzen und nicht einfach in der Schublade verschwinden zu lassen. Beispielsweise könnte man dem Hamburger Beispiel folgen, wo zwei innovative Studenten ein Konzept aus Australien importiert haben, und eine Grillstation auf der großen Wiese vorm Michel gebaut haben. Jeder Griller zahlt für 15 Minuten Grillgenuss einen Euro. Dafür wird der Grill auf 220° Celsius elektrisch erhitzt und das Grillgut hat genügend Zeit zum Garen. Eine saubere und umweltfreundliche Sache, die dringend Nachahmer finden sollte. Hoffentlich auch bald in Trier. Weitere Infos zu diesem Thema unter grill-drauf-los.de.

Quelle: grill-drauf-los.de

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Wieviel Werbung verträgt ein Internet-Portal?

Eines vorweg: Private Nachrichten- und Informationsportale finanzieren sich durch Werbung, weil der Nutzer in aller Regel nicht bereit ist, für Content zu zahlen oder im besten Fall nur Kleinstbeträge. Dennoch stellt sich die Frage, wo die Schmerzgrenze erreicht ist und wann der Inhalt unter einer Werbeflut leidet.

In diesem Beispiel ein Screenshot von volksfreund.de (06.02.2012) und zeigt insgesamt 18 Werbeflächen. Bei allem Verständnis für die Finanzierung, aber in einem solchen Fall könnte sich ein Werbekunde ernsthaft die Frage stellen, was ihm eine Platzierung bringt. Das obere Drittel ist noch ok, die unteren beiden Drittel bestehen gänzlich aus einer Produktplatzierung diverser Haupt- und Zwischenvermarkter, wie Google, Plista, AdCloud und Co.

Screenshot 06/02/2012

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Stichwort Bürgernähe – So werden Verwaltungsstandorte gerechtfertigt

Als bürgernah wird eine Verwaltung bzw. eine Regierung bezeichnet, wenn sie auf die Bedürfnisse, Probleme und die allenfalls geäußerten Wünsche der Bürger eingeht. (Quelle: Wikipedia)

In der aktuellen Diskussion um die Verwaltungsreform auf kommunaler Ebene fällt immer wieder der Begriff der Bürgernähe. Verwaltungsstandorte können nicht aufgegeben werden, weil dadurch der Service für den Bürger unbefriedigend ausfällt, so die herrschende Meinung.

Dass eine Verwaltungsreform aber nur dann funktioniert, wenn auch über Standorte diskutiert wird, ist unerlässlich. Blicke ich zurück, in welchen Zyklen ich meine hiesige VG-Verwaltung besuche, dann fällt mir dazu nur der letzte Antrag meines Personalausweises im Jahr 2010 ein. Ausgenommen ist natürlich die Tatsache, dass ich als Mitglied des VG-Rates etwa zehnmal pro Jahr vor Ort bin, dies stellt in dieser Häufigkeit aber definitiv die Ausnahme dar. Mein Ausweis ist aber jetzt zehn Jahre gültig. Fraglich, ob ich vorher eine andere Dienstleistung der Verwaltung in Anspruch nehmen muss.

Bleiben wir also realistisch. Es ist zumutbar, für jeden Bürger, seine Anliegen an eine Verbandsgemeinde wahrzunehmen und dabei einige Kilometer mehr zurückzulegen. Alles andere ist eine Phantomdiskussion und entbehrt jeder Grundlage. Für mögliche Fusionsgespräche darf dieses Argument nicht zählen!

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Bürgerprotest in Facebook: Ein Erfolgsrezept.

Die arabischen Länder haben es vorgemacht, über Facebook, Twitter und Co. lassen sich in bester Art und Weise Proteste gegen das Establishment organisieren, sogar Machthaber stürzen. Aber ist so etwas auch bei uns denkbar? Ich sage ganz klar JA, erste Beispiele von Bürgerprotest über Facebook gibt es bereits.

Vor wenigen Wochen entdeckte ich in der regionalen Presse, u.a. beim Onlinemedium 16vor.de, eine Meldung, die sich mit der Schließung der ARAL-Tankstelle in der Ostallee beschäftigte. An sich nicht weltbewegend, aber hier lag die Situation tiefgründiger.

Rückblick: Im Jahr 2009 beschloss der Bauauschuss der Stadt Trier, den Pachtvertrag mit der ARAL-Tankstelle in der Ostallee nicht über das Jahr 2012 hinaus zu verlängern.

Vor wenigen Wochen wurde das Thema dann wieder aufgetriffen. Der Pächter wollte erreichen, dass der Pachtvertrag ein weiteres Mal verlängert wird. Die Stadt lehnte ab. Wie es hieß, sollte an dieser Stelle zukünftig ein Radweg verlaufen. Ein Angebot, BP komme für den Bau des Radwegs um die Tankstelle herum auf, wurde abgelehnt. So erregte sich erster Protest in Kommentaren zu den entsprechenden Berichten.

Parallel dazu initiierte ich auf Facebook die Fanseite “Tanke Ostallee Trier muss bleiben” und startete eine Online-Petition, die den Erhalt der Tankstelle forderte. Beweggründe: Solange die Stadt keine sinnvolle Verwendung (und kein Geld für deren Umsetzung) für diese Fläche hat, sollte der Pachtvertrag verlängert werden. Zusätzlich profitiert die Stadt durch Pachteinnahmen, Gewerbesteuer und Arbeitsplätze bleiben bestehen. Wie sich in den kommenden Tagen zeigte, schlossen sich knapp 600 Fans der Facebookseite an und rund 500 Menschen unterzeichneten die Onlinepetition.

Der folgenden Diskussion konnten sich auch die politischen Vertreter im Stadtrat nicht verwehren. So veranstaltete der Volksfreund ein Forum vor Ort und auf Facebook wurde der Druck auf die politischen Vertreter immer größer. Als erste Fraktion entschloss sich die FWG, für die Verlängerung des Pachtvertrages einzustehen. Die FWG stellte letztlich auch den entsprechenden Antrag im Stadtrat, der am 17.11.2011 zur Abstimmung stand. In den weiteren Wochen schlossen sich CDU, FDP und Linke diesem Antrag an, damit wahr die Mehrheit im Stadtrat perfekt. Lediglich SPD und Grüne konnten sich der Kehrtwende nicht anschließen und verweigerten dem Antrag die Unterstützung. In besagter Stadtratssitzung stimmte dann auch eine Mehrheit von 25 zu 23 Stimmen für den Fortbestand der Tankstelle.

Anmerkung: Auf Einladung von 16vor.de durfte ich in einem Streitgespräch mit Marcus Stölb einmal darlegen, was für einen Bürgerprotest über Facebook spricht. Die Contra-Seite hat Marcus selbst vertreten.

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Kommunalreform? Lasst uns schrumpfen!

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat sieben Verbandsgemeinden plus die Stadt Bitburg als übergeordnete Verwaltungseinheit. Knapp 100.000 Einwohner werden in insgesamt acht Verwaltungseiheiten verwaltet. Ist das nötig?

Stellen wir uns doch die Frage, wer bewegt sich in Richtung Verwaltung. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass die Mehrheit der Menschen nur zur Verwaltung geht, wenn er/ sie einen neuen Personalausweis benötigt oder das Eigenheim geplant wird. Benötigen wir für diese Fälle wirklich acht Verwaltungseiheiten im Eifelkreis Bitburg-Prüm?

Ich glaube, drei große Verbandsgemeinden im Süden, in der Mitte und im Norde würde ausreichen. Die Politik sollte nur den Mut haben, dies auch auszusprechen, denn es werden Grenzen verschoben, Eitelkeiten überwunden und ganz wichtig, der status quo wird beschnitten. Die Zusammenstellung ist noch offen, das Ergebnis kann und darf nicht weit von dieser Vision entfernt sein.

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Die Piraten – Eintagsfliege oder Dauerzustand?

15 Abgeordnete schickt die Piratenpartei in den kommenden fünf Jahren ins Berliner Abgeordnetenhaus, 15 Kandidaten standen auf der Wahlliste. 8,9 Prozent hat die Partei vergangenen Sonntag bei der Wahl in Berlin errungen, alle Kandidaten erhalten somit ein Mandat. Eine Sensation!

Das sind die nackten Zahlen, aber was steckt dahinter? Wie kann es sein, dass eine Partei – erst vor zwei Jahren gegründet – jeden zehnten Bürger überzeugt, sie zu wählen? Die Mitglieder, oft als “IT-Nerds” verspottet, haben den Geist der Menschen getroffen, ihnen eine Heimat geboten für Freiheit, Gerechtigkeit und Offenheit. Alles Themen, die sonst von Grünen und FDP abgedeckt werden. Die Piraten haben die FDP (1,8%) krachend aus dem Parlament geschossen und die Grünen mit deren Spitzenkandidatin Renate Künast abgeschlagen auf Platz drei verbannt, den Ambitionen auf das Amt der regierenden Bürgermeisterin damit ein jähes Ende gesetzt.

Die Menschen sehnen sich nach Veränderung, nach Mitbestimmung und Einfluss. Es reicht ihnen nicht, alle vier bis fünf Jahre ein Kreuz auf einem Wahlzettel zu machen und danach ihrem Schicksal ausgesetzt zu sein. Alle etablierten Parteien haben ein Problem, ihnen fehlt der Bezug zur Basis und das ist gefährlich. Die Piraten haben ein Wahlprogramm, was sich nicht finanzieren lässt, dennoch haben sie Erfolg, weil sie die Menschen mitnehmen möchten. Ob es klappt, zeigen die kommenden fünf Jahre im Berliner Parlament.

Web 2.0 macht Mitbestimmung möglich

Schaut man sich die nervösen Bewegungen aller Parteien und Politiker im Internet an, erkennt man die Problematik sofort. Jeder redet seit etwa einem Jahr von den sozialen Medien, wie Facebook oder Twitter, und jetzt wird fleißig traffic produziert, ohne Strategie, ohne eigenen Willen. Das Motto lautet: “Wir müssen was tun.” Ich füge hinzu: “Ganz egal was, hauptsache wir haben was getan.” Der Weg ist falsch, weil es nicht authentisch ist und genau das merkt jeder Wähler sehr schnell. Die Piraten als Nerds verspottet, liefern aber genau das Gegenteil, sie sind glaubwürdig in ihrer Art und legen großen Wert auf Mitbestimmung und Transparenz. Das birgt aber große Gefahr, denn die Politik lebt bis dato von der Intransparenz und schon gibt es erste Konflikte bei den Piraten: wie weit darf man gehen, was kann man den Bürgern alles zumuten, muss man Inhalte auch zensieren? Die Piraten genießen den Erfolg, jetzt müssen sie zeigen, ob sie es wirklich ernst meinen.

Wenn bei der Endabrechnung auch nur ein oder zwei Prozent fehlen, ermöglicht der Aufstieg einer solchen Partei wie die Piraten die große Koalition. Ich gönne den Piraten ihren Erfolg – Glückwunsch an dieser Stelle -, aber diesen zu verstehen, wird die drängendste Aufgabe der kommenden Woche.

Jürgen Trittin trifft den Nagel im Interview mit der taz auf den Kopf. Die Parteien müssen verstehen, wieso beinahe jeder zehnte Berliner die Piraten gewählt hat. Allesamt kluge Köpfe stellen die etablierte Parteistruktur auf den Kopf, ähnlich wie es die Grünen vor rund 30 Jahren geschafft haben und heute in der Politik etabliert sind.

Es wäre kurzsichtig zu glauben, dies seien Leute, die wir mit kluger Netzpolitik für uns gewinnen könnten. Da gehört mehr dazu.

Die Piratenpartei wird zum Dauerzustand, wenn die etablierten Parteien bei ihrem status-quo verharren und hier nicht bald ein Umdenken stattfindet. Eines ist sicher, die Piraten werden uns noch viel Spaß bereiten und sicher zu einem freien, offenen und transparenten Deutschland beitragen.

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Fankulturen wachsen vs. wie “kaufe” ich mir Fans

Ich finde es doch immer wieder spannend, grundlegende Fehler im Social-Media-Marketing auf dem Tablett serviert zu bekommen. Im neusten Fall zeigt sich wieder eine Strategie, die keine ist. Das Phänomen, wie bekomme ich Fans oder wie binde ich Fans, hat im Grundsatz zwei Ausprägungen. Entweder man startet ein Gewinnspiel mit der Bedingung, du musst Fan unserer Facebook-Page werden, um daran teilzunehmen oder man startet ein Gewinnspiel unter den “treuen” Fans, die bereits da sind. Beides ist keine Social-Media-Strategie, sondern ein verzweifelter Versuch, ein Produkt, was unsexy ist, künstlich zu hypen. Mit dieser Methode erreicht man keinen “echten” Fan, sondern greift sich die den sogenannten “Schnäppchenjäger”, der nur schnell etwas gewinnen möchte und im besten Fall nach Beendigung des Gewinnspiels seinen Fanstatus wieder löscht. Im schlimmsten Fall bleibt er sogar Fan und nutzt die Plattform, seinen eigenen Frust in Zukunft dort auszulassen.

Nun, schauen wir uns das konkrete Beispiel an. Wieder trifft es volksfreund.de auf Facebook. Heute bedankt man sich bei 1.100 Fans und verlost unter allen “Likern” 5×2 Freikarten für ein Heimspiel der Trierer Eintracht.

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Sinn begriffen? Fehlanzeige!

Nun gut, vor wenigen Tagen war es die Sparkasse Trier, jetzt folgt auch der Trierische Volksfreund, besser gesagt die Online-Abteilung volksfreund.de, mit einem bemerkenswerten Vorstoß in Sachen Social Media Marketing.

Heute, am Social Media Day (wer legt eigentlich für jeden Quatsch einen solchen Tag fest?), wünscht sich “volksfreund.de” auf Facebook von den eigenen “Fans”, man möge doch den Anlass nutzen und die Fanseite vom Volksfreund den eigenen Freunden empfehlen. Was dann so ausschaut und man beachte, wem diese Meldung gefällt:

Liebe Leute, wir verkaufen im Jahr 2011 keine Zeitungsabos auf diesem Wege und schon dreimal werden keine Prämien für eine erfolgreiche Vermittlung gezahlt. Der Sinn von Social Media besteht darin, Fans für sein Produkt/ seine Dienstleistung zu gewinnen, weil man gut ist, es sich lohnt, Fan zu sein und nicht auf Teufel komm raus Fan einer Seite zu werden. So langsam frage ich mich immer häufiger, in welchen Seminaren solche Strategien vermittelt werden, denn das ist kein Social Media Marketing, sondern der Griff nach dem letzten Strohhalm, alte Strategien ins Internet zu bringen.

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Ein Marketing-Gau der Extraklasse

Der Viehmarkt war beim Trierer Altstadtfest wieder die Partymeile für die jüngere Generation. Fette Musik, meist von BigFM DJs, und die Möglichkeit zum Bungee Jumping mit dem Jochen Schweizer Team gepart mit chilligen Ständen, wie den der Jungs von Trick17. Für die jüngere Generation war der Platz richtig gut aufgezogen.

Verwundert rieb sich dann aber der Besucher des Viehmarkts die Augen, als der Blick am großen “Steil”-Kran vorbeiging. Die Sparkasse Trier wollte besonders hip sein und leuchtete die Büros mit roten Lampen aus und projezierte in großen weißen Lettern an die Fassade: “Link us on Facebook – facebook.de/sparkassetrier.” Mal abgesehen davon, dass die rote Beleuchtung eher an bestimmte Etablissements erinnert, kann man diese Idee wirklich noch als originell und gelungenes Branding ansehen, die Projektion mit der Facebook-Werbung wirkte hingegen nur peinlich. Was will uns ein konservatives Bankhaus, hier die Sparkasse, eigentlich vermitteln? Eines ist jedenfalls sicher, ein Unternehmen wird nicht dadurch hip, weil es Gewinnspiele anbietet oder Meet & Greets auf Facebook verlost. Dahinter muss eine echte Strategie stehen, ansonsten wird das alles sehr schnell zum Marketing-Gau der Extraklasse.

An dieser Stelle muss ich dem Juraprofessor Hoeren in seinem Beitrag beipflichten:

Es gebe sogar bestimmte Unternehmen, die müssten in Facebook sein, etwa Coca-Cola. “Das ist ein Produkt, das braucht ein gewisses Image und über dieses Produkt kann man sich auch austauschen.” Bei einer kleinen bayerischen Volksbank könne er den Facebook-Gang hingegen nicht nachvollziehen. “Die dürfen sich nicht wundern, wenn sie dann zwölf Freunde und fünf Einträge haben. Und da kann man nur grundsätzlich warnen und sagen: überlegt euch, was ihr da tut.”

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