Allgemeines

Wieviel Werbung verträgt ein Internet-Portal?

Eines vorweg: Private Nachrichten- und Informationsportale finanzieren sich durch Werbung, weil der Nutzer in aller Regel nicht bereit ist, für Content zu zahlen oder im besten Fall nur Kleinstbeträge. Dennoch stellt sich die Frage, wo die Schmerzgrenze erreicht ist und wann der Inhalt unter einer Werbeflut leidet.

In diesem Beispiel ein Screenshot von volksfreund.de (06.02.2012) und zeigt insgesamt 18 Werbeflächen. Bei allem Verständnis für die Finanzierung, aber in einem solchen Fall könnte sich ein Werbekunde ernsthaft die Frage stellen, was ihm eine Platzierung bringt. Das obere Drittel ist noch ok, die unteren beiden Drittel bestehen gänzlich aus einer Produktplatzierung diverser Haupt- und Zwischenvermarkter, wie Google, Plista, AdCloud und Co.

Screenshot 06/02/2012

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Fankulturen wachsen vs. wie “kaufe” ich mir Fans

Ich finde es doch immer wieder spannend, grundlegende Fehler im Social-Media-Marketing auf dem Tablett serviert zu bekommen. Im neusten Fall zeigt sich wieder eine Strategie, die keine ist. Das Phänomen, wie bekomme ich Fans oder wie binde ich Fans, hat im Grundsatz zwei Ausprägungen. Entweder man startet ein Gewinnspiel mit der Bedingung, du musst Fan unserer Facebook-Page werden, um daran teilzunehmen oder man startet ein Gewinnspiel unter den “treuen” Fans, die bereits da sind. Beides ist keine Social-Media-Strategie, sondern ein verzweifelter Versuch, ein Produkt, was unsexy ist, künstlich zu hypen. Mit dieser Methode erreicht man keinen “echten” Fan, sondern greift sich die den sogenannten “Schnäppchenjäger”, der nur schnell etwas gewinnen möchte und im besten Fall nach Beendigung des Gewinnspiels seinen Fanstatus wieder löscht. Im schlimmsten Fall bleibt er sogar Fan und nutzt die Plattform, seinen eigenen Frust in Zukunft dort auszulassen.

Nun, schauen wir uns das konkrete Beispiel an. Wieder trifft es volksfreund.de auf Facebook. Heute bedankt man sich bei 1.100 Fans und verlost unter allen “Likern” 5×2 Freikarten für ein Heimspiel der Trierer Eintracht.

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Sinn begriffen? Fehlanzeige!

Nun gut, vor wenigen Tagen war es die Sparkasse Trier, jetzt folgt auch der Trierische Volksfreund, besser gesagt die Online-Abteilung volksfreund.de, mit einem bemerkenswerten Vorstoß in Sachen Social Media Marketing.

Heute, am Social Media Day (wer legt eigentlich für jeden Quatsch einen solchen Tag fest?), wünscht sich “volksfreund.de” auf Facebook von den eigenen “Fans”, man möge doch den Anlass nutzen und die Fanseite vom Volksfreund den eigenen Freunden empfehlen. Was dann so ausschaut und man beachte, wem diese Meldung gefällt:

Liebe Leute, wir verkaufen im Jahr 2011 keine Zeitungsabos auf diesem Wege und schon dreimal werden keine Prämien für eine erfolgreiche Vermittlung gezahlt. Der Sinn von Social Media besteht darin, Fans für sein Produkt/ seine Dienstleistung zu gewinnen, weil man gut ist, es sich lohnt, Fan zu sein und nicht auf Teufel komm raus Fan einer Seite zu werden. So langsam frage ich mich immer häufiger, in welchen Seminaren solche Strategien vermittelt werden, denn das ist kein Social Media Marketing, sondern der Griff nach dem letzten Strohhalm, alte Strategien ins Internet zu bringen.

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Ein Marketing-Gau der Extraklasse

Der Viehmarkt war beim Trierer Altstadtfest wieder die Partymeile für die jüngere Generation. Fette Musik, meist von BigFM DJs, und die Möglichkeit zum Bungee Jumping mit dem Jochen Schweizer Team gepart mit chilligen Ständen, wie den der Jungs von Trick17. Für die jüngere Generation war der Platz richtig gut aufgezogen.

Verwundert rieb sich dann aber der Besucher des Viehmarkts die Augen, als der Blick am großen “Steil”-Kran vorbeiging. Die Sparkasse Trier wollte besonders hip sein und leuchtete die Büros mit roten Lampen aus und projezierte in großen weißen Lettern an die Fassade: “Link us on Facebook – facebook.de/sparkassetrier.” Mal abgesehen davon, dass die rote Beleuchtung eher an bestimmte Etablissements erinnert, kann man diese Idee wirklich noch als originell und gelungenes Branding ansehen, die Projektion mit der Facebook-Werbung wirkte hingegen nur peinlich. Was will uns ein konservatives Bankhaus, hier die Sparkasse, eigentlich vermitteln? Eines ist jedenfalls sicher, ein Unternehmen wird nicht dadurch hip, weil es Gewinnspiele anbietet oder Meet & Greets auf Facebook verlost. Dahinter muss eine echte Strategie stehen, ansonsten wird das alles sehr schnell zum Marketing-Gau der Extraklasse.

An dieser Stelle muss ich dem Juraprofessor Hoeren in seinem Beitrag beipflichten:

Es gebe sogar bestimmte Unternehmen, die müssten in Facebook sein, etwa Coca-Cola. “Das ist ein Produkt, das braucht ein gewisses Image und über dieses Produkt kann man sich auch austauschen.” Bei einer kleinen bayerischen Volksbank könne er den Facebook-Gang hingegen nicht nachvollziehen. “Die dürfen sich nicht wundern, wenn sie dann zwölf Freunde und fünf Einträge haben. Und da kann man nur grundsätzlich warnen und sagen: überlegt euch, was ihr da tut.”

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Gesellschaft paradox: “Atomstrom, wirklich nein Danke”?

20 Prozent der deutschen Bevölkerung wünschen sich laut Forsa-Umfrage den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft, 52 Prozent fordern dies bis zum Jahre 2020. Was auf den ersten Blick sehr rational klingt, angesichts der katastrophalen Auswirkungen in Japan, belegt bei näherer Betrachtung die Irrationalität der Bevölkerung. Nach letzten Greenpeace-Zahlen gibt es in Deutschland zwei Millionen Ökostromkunden bei insgesamt 40 Millionen Haushalten. Lediglich fünf Prozent handeln so, wie sie es demonstrativ auch ausdrücken. Der Rest entscheidet sich frei nach dem Geldbeutel, aus Bequemlichkeit oder schlichtweg aus Überzeugung für herkömmlichen Strom aus Kohle oder Atomkraft, ganz nach dem Motto: “Der Strom kommt doch sowieso aus der Dose!”

Wie paradox die ganze Diskussion geführt wird, zeigen die Beispiele, dass im Norden Deutschlands gegen den Ausbau von Stromleitungen protestiert wird oder der heimische Landwirt von einzelnen politischen Vertretern ermutigt wird, seine Ackerflächen nicht für den Betrieb von Biogasanlagen zu nutzen, sondern primär die Nahrungsproduktion sicherstellen soll.

“Wer A sagt, muss auch B sagen.” So einfach, aber treffend kann man die aktuelle Diskussion auf einen Punkt bringen. Zu glauben, dass wir hier in Deutschland sicher leben, wenn wir von einem auf den anderen Tag alle Atomkraftwerke abschalten, ist ideologisch. Viel mehr setzen unsere direkten Nachbarn weiter auf die Atomkraft und denken nicht einmal daran, von dieser Strategie abzukehren. Der richtige Weg kann es daher nur sein, dass die Verbraucher aktiv den Wechsel in das Zeitalter der regenerativen Energien vollziehen. Dazu trägt aber keine einzige Demonstration bei, sondern eine einzige Unterschrift unter einen neuen Stromliefervertrag mit allen entsprechenden Konsequenzen. Allein dafür fehlt mir aber der Glaube.

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Atomkraft: Der Verbraucher entscheidet!

Japan wurde in den vergangenen Tagen gleich von drei Katastrophen heimgesucht. Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Richterskala und in der Folge ein Tsunami, der die Nordostküste des Landes traf und tausende Menschen in den Tod riss. Auf diese beiden Naturkatastrophen folgte unvorstellbare Zerstörung und eine Atomkatastrophe steht bevor. Millionen Menschen müssen evakuiert werden.

Im Zuge dieser atomaren Bedrohung hat auch in Deutschland die Diskussion um die vor wenigen Monaten beschlossenen Laufzeitverlängerung der deutschen Atommeiler neu begonnen. Proteste werden aktuell organisiert, Mahnwachen und Menschenketten abgehalten. Die Forderung an die Politik wird laut, jetzt endgültig den Schritt aus der Atompolitik zu vollziehen. Keine unberechenbaren Risiken mehr? Keine Diskussion um Endlager? Endlich eine sauberei Energiepolitik…

All diese Forderungen klingen plausibel, haben aber einen schweren Fehler. Jeder einzelne schiebt die eigene Schuld, die eigene Verantwortung auf die Politik ab, obwohl jeder bereits heute selbst ein Zeichen setzen könnte. Jeder einzelne Stromverbraucher erwartet heute rund um die Uhr verfügbaren Strom, für seinen Fernseher, für sein TV, für sein Handy. Der Strom kommt aus der Dose, wie er produziert wird: Interesse Mangeware. Es gibt heute bereits unzählige Anbieter von Strom aus regenerativen Energien – Sonne, Wind, Wasser, Biomasse – und dennoch entscheidet der Verbraucher nach einem, dem Preis. Solange der Atomstrom günstig ist, wird der Verbraucher nach dem Geldbeutel entscheiden und der eigene Denkprozess nach sauberen Energien kommt nicht in die Gänge. Die Industrie entwickelt mit Hochdruck an Elektroautos, um damit die CO2-Belastung durch den Autoverkehr zu senken, die Folge ist ein noch größerer Stromverbrauch.

Eines ist klar, bereits heute gäbe es genügend Alternativen, selbst auf Atomstrom zu verzichten und damit die Stromkonzerne zur Umkehr zu zwingen, aber Fehlanzeige. Solange der Verbraucher nicht selbst umdenkt und aufhört, die Schuldfrage bei der Politik zu suchen, wird sich die Energiepolitik in Deutschland nicht ändern, dabei spielt die Farbe der Bundesregierung keine Rolle.

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Wie konsequent handelt Kurt Beck?

Nimmt man seine Worte genau, könnte er jetzt handeln: “Ich jedenfalls, wenn es eines meiner Regierungsmitglieder wäre, würde handeln.” Diese Aussage tätigte Kurt Beck im Deutschlandfunk am 27.02.2011, wenige Tage vor dem Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs. Schaut man sich an, was sich seine Minister Bruch und Bamberger, sowie sein Parteifreund Beutel so in der Vergangenheit geleistet haben, ist dringend Handlungsbedarf geboten:

Schluss mit der Heuchelei!

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Was das Internet kann!

Das Internet ist mächtig! Google zeigt uns seit Jahren, wie man für den Nutzer einen Nutzen schafft (in Form von möglichst guten Suchergebnissen) und dabei mächtig Geld verdient (durch personalisierte Werbeanzeigen rund um die Suche). Ganz neue Dimensionen erreichen soziale Medien, wie Facebook und Twitter (global) oder Partyface als regionale Plattform. Über Facebook und Twitter werden in Nordafrika und dem Nahen Osten Protestaktionen organisiert, zwei Machthaber (Ben Ali und Mubarak) sind bereits dem Druck der Bürger erlegen. Aktuell entwickelt sich eine ganz neue Art der Mitbestimmung und Meinungsäußerung, vorrangig geprägt durch junge Menschen und das Internet.

Deutschland erlebt seit zwei Wochen die neue Macht des Internets in Bezug auf die “Plagiatsäffare” rund um Karl-Theodor zu Guttenberg. Als vor zwei Wochen erste Indizien auftauchten, der damalige Verteidungsminister hat bei seiner Dissertation im großen Stil geschummelt, glaubten viele an eine Hetzkampagne der Medien. Im Netz wurde ein Wiki angelegt, das sogenannte “GuttenPlag”, was dazu diente, kopierte Stellen in der Dissertation des CSU-Politikers ausfindig zu machen. An der Arbeit konnte sich jeder beteiligen! Parallel dazu erstellte Tobias Huch auf Facebook eine Pro Guttenberg Fanseite mit dem Titel “Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg”, der sich bis heute 335.000 Menschen anschlossen.

Heute hat Karl-Theodor zu Guttenberg sein Amt als Verteidigungsminister niedergelegt. Die Solidaritätsbekundungen mit dem Politiker ebben im Netz nicht ab. Die Fanseite “Wir wollen Guttenberg zurück” auf Facebook hat es geschafft, in zehn Stunden über 200.000 Unterstützer zu finden. Viele weitere Seiten existieren zum gleichen Thema.

Wir haben in den letzten Wochen an einer neuen Art der Meinungsbildung und Meinungstransformation teilgenommen. Eine Welt, die Machthaber mit Hilfe des Internets stürzt, ein Land, was seinen beliebtesten Politiker durch das Internet verliert, ihm aber gleichzeitig eine nie dagewesene Solidaritätsbekundung ausstellt. Wir sind angekommen, im Web 2.0!

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Wahlkampf konfus?

Am 27. März diesen Jahres wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Dass der normale Bürger nicht immer detailliert zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik unterscheidet, ist normal. Von einer Partei, die zur Landtagswahl antritt, sollte man die Unterschiede aber erwarten können.

Bündnis 90/ Die Grünen nehmen die Abgrenzung scheinbar nicht so genau und ziehen mit ihrer Anti-Atom-Kampagne in den Landtagswahlkampf. Paradox: Energiepolitik ist Bundespolitik und in Mainz regiert nicht schwarz-gelb. Kurioser Fall!

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WM 2010 – hier schaut die Region Trier beim public viewing

Endlich ist es soweit. In wenigen Stunden beginnt in Südafrika die Fußball Weltmeisterschaft 2010. Deutschland steigt am Sonntag um 20.30 Uhr gegen Australien in das Turnier ein.

Spaß macht es aber ohnehin erst, wenn man in einer größeren Gruppe der eigenen Mannschaft mitfiebert. Daher gibt es auf partyface.de den Guide für Public Viewing in Trier und Umgebung.

Drücken wir unseren Jungs die Daumen!

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